15.01.2018: Cannabis auf Rezept

Hohe Nachfrage
Am 10. März 2017 trat das entsprechende Cannabis-Gesetz in Kraft, wonach Ärzte Patienten
mit schweren Erkrankungen auch Cannabis auf Rezept verschreiben können.
Dabei zeigt sich, dass die Nachfrage nach Cannabis auf Rezept höher ist als zunächst
erwartet.
So sind Medienberichten der letzten Tage zufolge (so z.B. www.welt.de vom 10.01.2018)
bisher ca. 13.000 Anträge bei den Krankenkassen eingegangen, wobei bereits Lieferengpässe
eingetreten sind. Bei Zulassung von Cannabis auf Rezept wurde nur mit ca. 7.000 Cannabis-
Patienten jährlich gerechnet.
Die Zahlen verdeutlichen den hohen Bedarf an Medizinal-Cannabis in Deutschland.
Dabei wurden einer Umfrage bei den größten gesetzlichen Krankenkassen zufolge ca. 62 –
64 % der Anträge abgelehnt.
Dies bedeutet aber im Umkehrschluss, dass ca. 35 % der Antragsteller nicht die Cannabis-
Therapie von ihrer Krankenkasse erstattet bekommen.
Patienten, die gegen die Ablehnung ihrer Krankenkasse vorgehen wollen, müssen mit
folgenden Kosten bei einer Vertretung rechnen:
Widerspruchsverfahren: 345,- € netto, d.h., zzgl. MwSt (die sog. Mittelgebühr gem. Nr. 2302
VV RVG).
Für eine Klage oder ein gerichtliches Eilverfahren fallen jeweils ca. 500,- € netto, d.h., zzgl
MwSt. an gem. Nr. 3102 VV RVG.
Für eine Terminsgebühr wird in der Regel eine Mittelgebühr gem. Nr. 3106 RVG in Höhe
von 280,- € netto, an.
Für Patienten, die rechtsschutzversichert sind, stellen wir gerne eine kostenfreie Anfrage an
die Rechtsschutzversicherung zur Kostenübernahme, Rechtsschutzversicherungen
übernehmen oftmals die Kosten für ein Verfahren gegen die Ablehnung der
Rechtsschutzversicherung.
Dr. Späth & Partner beraten Sie gerne.

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